essbare Haltestelle Woodstock

Das Festival Haltestelle Woodstock in Küstrin/Kostrzyn ist in Berlin und Deutschland recht unbekannt.
Zu unrecht, wie ich finde, zumindest kullinarisch und auch musikalisch haben die Polen viel zu bieten.

Das Wichtigste neben der Musik ist natürlich das Bier. Das gibts hier einfach zentral in einem Zelt.
EIN Bierzelt- EINE Biersorte, NUR Dosen und EIN Preis. Fast wie in sozialistischen Zeiten.
Mir wurde gesagt, dass in Polen in der Öffentlichkeit kein Alkohol getrunken werden darf, das ist zwar überhaupt nicht sozialistisch, eher amerikanisch. Das war aber der Grund, warum es vor der Dosenausgabe einen riesigen offiziellen Trinkplatz gab. Viele schafften es nicht mehr weg von dieser öffentlichen Tränke, andere schleppten ganze Paletten als Beute davon. Ob das stimmt mit dem Trinkverbot? Keine Ahnung, hier scheints niemanden gekümmert zu haben.

Weil oder obwohl Polen doch so katholisch ist, versuchten hier die Anhänger der Gruppe Hare Krishna die Post-Hippies zu ködern.
Zu manchen Zeiten haben sie hier kostenlos indisches Essen, Reis und irgendeine undefinierbare Beilage serviert, dann bildeten sich Schlangen fast übers ganze Festivalgelände.

Ich wunderte mich noch, wo sie so schnell den Nachschub herbekamen, ein Blick hinters Zelt brachte Erleuchtung.

Was in Deutschland undenkbar ist, stört hier niemanden. Müll?

Auch für weniger spirituelle Esser war viel geboten:
Übersichtlich präsentierten die Grill-und Baguettmeister auf lebensgroßen Plaketen ihre Schätze: viel, fettig, günstig.

Die tierschen Besucher dieses Umsonst&Draußen Festivals waren auf die Verpflegung ihrer Herrchen angewiesen.

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